Air - Orchsetersuite Nr.3 - 2. Satz "Air"

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Seit Jahrhunderten berührt das Air Menschen in Konzertsälen, auf Veranstaltungen, im Hintergrund, oder einfach in stillen Momenten nur für sich selbst. Für Solisten gibt es wenige Stücke, die gleichzeitig technisch so leicht zu erlernen sind und sowohl Spielenden als auch Zuhörern emotional tief berührt. Es ist ideal, um an der Variation des Ausdrucks der eigenen Spielweise zu arbeiten und mir ihr zu experimentieren. Das Air gehört in jedes Repertoire.
Soloinstrument
  • Oboe

Produktdetails

Das „Air“ aus Johann Sebastian Bachs 3. Orchestersuite in D-Dur (BWV 1068) zählt zu den bekanntesten und meistgespielten Melodien der Barockmusik. Die Suite selbst entstand vermutlich um 1730 in Leipzig, wo Bach als Thomaskantor tätig war. Die dritte Orchestersuite schrieb Bach für das von ihm geleitete bürgerliche Konzertensemble Collegium Musicum. Dieses trat im Café Zimmermann vor einem bunten Publikum von Musikliebhabern auf. Das Air (französisch Lied und nicht englisch Luft) entwickelte sich als einzeln gespieltes Stück. Seine schwebende, ruhige Melodik hebt sich deutlich von den festlich-mitreißenden Sätzen der Suite ab. Besonders markant ist die durchgehende Achtelbewegung im Bass, die dem Stück einen fließenden, atmenden Charakter verleiht. Die Musik entfaltet dabei eine tiefe, fast meditative Ruhe. Diese war in der von Tanz und Glanz geprägten weltlichen Musik des Barrocks ungewöhnlich. Diese Qualität hat dem „Air“ den Beinamen „Air on the G String“ eingebracht, eine Bezeichnung, die allerdings erst im 19. Jahrhundert aufkam, als der Geiger August Wilhelmj das Stück für Violine und Klavier bearbeitete. Er transponierte es nach C-Dur und arrangierte die Solostimme so, dass sie vollständig auf der G-Saite der Geige gespielt werden kann – was dem Stück eine besonders dunkle, warme Klangfarbe verleiht. Diese Bearbeitung wurde derart populär, dass viele Menschen bis heute glauben, Bachs Original habe genau so geklungen. Das „Air“ wird bis heute vielfach in der Populärkultur verwendet. Seine emotionale Tiefe transportiert Emotion in Film, Werbung und Videospielen. Es erklingt unter anderem in der Eröffnungssequenz des Films Seven (1995), wo es als Kontrast zu den düsteren Bildern eingesetzt wird. In der Serie Westworld dient es als Teil der raffinierten Musikauswahl, die klassische Werke in narrative Zusammenhänge stellt. In den eher düsteren Serien The Sopranos und Hannibal wurde mehrfach in Szenen mit emotionalem oder psychologischem Tiefgang eingesetzt. In der Werbung ist es unter anderem durch die langjährige Verwendung in Spots der Zigarettenmarke Benson & Hedges oder in edel gestalteten Parfümwerbungen bekannt geworden. Die Videospiele Civilization V und The Talos Principle nutzen die Stimmung des Stücks, um ruhige, kontemplative Momente zu untermalen. In angelsächsischen Ländern wird das Air häufig zu Beerdigungen gespielt und trägt den Spitznamen „The Heaven Song“. Tatsächlich ist das Werk aber nicht als Trauermusik gedacht gewesen – seine Wirkung entfaltete sich erst über spätere Rezeptionsgeschichte und Arrangements. Selbst in der auch als „Fahrstuhlmusik“ bekannten Hintergrundmusik kursieren zahllose Easy-Listening-Versionen, bei denen das Stück mit Hall-Effekten, synthetischen Streichern und Lounge-Begleitung versehen wurde. Was bleibt ist aus unserer Sicht eine der schönsten, schlichtesten und tiefgründigsten Melodien, die je komponiert wurden.

Reinhören

Überzeuge Dich von der vollen Orchestrierung und der exzellenten Klankqualität. Der Probetrack hat Orginalgeschwindigkeit und spielt ohne Solostimme.

Wissenswert

Details zu diesem Playalong

Gattung

Barock

Sammlung

nein

notierte Tonart

D

Modus

D

Tonart

D

Schwierigkeitsgrad vereinfachte Variante

-

Vereinfachte Variante verfügbar

nein

Übungs-BPM ab

-

Übungsgeschwindigkeiten verfügbar

nein

mit Notenblatt

ja

Schwierigkeitsgrad

2 - leicht

Tempo

Nein

Soloinstrument

Oboe

BPM

60

Komponist

Johann Sebastian Bach