Der Hummelflug
Der „Hummelflug“ (russisch: „Полёт шмеля“ / Poljot schmelja) ist ein sehr populäres kurzes Orchesterwerk. Komponiert wurde es von Nikolai Rimsky-Korsakov in den Jahren 1899 bis 1900 als orchestrales Zwischenspiel für die Oper „Das Märchen vom Zaren Saltan“, dass auf dem Märchen von Alexander Puschkin basiert. Die Uraufführung fand am 3. November 1900 nach julianischem Kalender beziehungsweise am 16. November 1900 nach gregorianischem Kalender im Moskauer Solodownikow Theater statt.
Der „Hummelflug“ entstand in einer Phase in der die russische Nationalmusik von sogenannten „Mächtigen Fünf“ geprägt wurde, zu denen auch Rimsky-Korsakov gehörte. Diese hatten zum Ziel, eine eigenständige russische Tonsprache zu entwickeln, die weitgehend unabhängig von deutschen und italienischen Vorbildern sein sollte.
Innerhalb der Oper begleitet der „Hummelflug“ die Verwandlung des Prinzen Gwidon in eine Hummel. Die Musik beschreibt den Flug des Insekts durch schnelle chromatische Tonfolgen und eine durchgängige Bewegung. Charakteristisch sind kurze Motive und eine dichte musikalische Struktur. Rimsky-Korsakov verzichtet auf große Melodiebögen und bildet damit die scheinbar zufällige Hektik, die man bei Hummeln beobachten kann, virtuos nach. Die Instrumentierung ist meisterhaft. Obwohl ursprünglich für Orchester geschrieben, existieren heute Bearbeitungen für zahlreiche Instrumente. In diese Tradition stellen wir uns bei classicplayalongs und kombinieren die Orchesterversion mit einer Vielzahl von Soloinstrumenten aus den Bereichen der Holz-, Blechbläser und Streicher.
Der „Hummelflug“ ist nicht nur unterhaltsam zu hören, er ist auch eine technische Herausforderung für Musiker. Schnelligkeit, Präzision und Artikulation stehen im Vordergrund. Der „Hummelflug“ zählt zu den bekanntesten Virtuosenstücken der klassischen Musik. Das Werk trägt wesentlich zur internationale Bekanntheit von Rimsky Korsakov bei. Viele Menschen erkennen die Musik sofort; auch ohne den Titel oder den Komponisten zu kennen.
In einigen Film- und Zeichentrickproduktionen wird der „Hummelflug“ eingesetzt und steht sie dort für Hektik, Tempo oder chaotische Bewegung. Besonders häufig taucht das Werk in humorvollen oder überzeichneten Szenen auf. Außerhalb der klassischen Musik ist der „Hummelflug“ ebenfalls präsent. Jazzmusiker, Rockgitarristen und Metal Musiker arrangierten den „Hummelflug“ neu. Im Internet wird das Stück häufig für technische Demonstrationen verwendet; etwa in Videos zu besonders schnellem Instrumentalspiel auf YouTube.
