über Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

1685 - 1750

Johann Sebastian Bach gehört den herausragenden Komponisten der gesamten Musikgeschichte. Seine Werke haben Generationen von Musikern inspiriert und gelten als Meilensteine der westlichen Musiktradition. Bach war sowohl Komponist, als auch Virtuose auf der Orgel und dem Cembalo und arbeitete als Musiklehrer und Kantor.

Bachs Einfluss auf die Musik ist enorm. Seine Werke werden in nahezu sämtlichen westlichen Musikstilen zitiert und als musikalische Grundlage verwendet. Er entwickelte die Kompositionsformen und Techniken des Barocks innovativ weiter, besonders in der Fuge und dem Kontrapunkt. Bach war ein Meister, musikalische Strukturen zu schaffen, die Emotionalität transportieren

Als Thomaskantor in Leipzig schuf Bach etliche Kantaten, Oratorien und Messen, die sowohl theologischen als auch musikalischen Ansprüchen gerecht wurden. Seine “Matthäuspassion” ist ein Meisterwerk, das die Leiden Christi in dramatischer und musikalisch tiefgreifender Weise schildert.

Die polyphone Instrumentalmusik wie Bachs “Goldberg-Variationen” und die “Kunst der Fuge” sind zeitlos. Bachs Werke für Solo-Instrumente, wie die “Cellosuiten” und “Sonaten und Partiten für Violine“ sind nach wie vor Meilensteine für Musiker von heute. Technische Virtuosität und musikalischen Ausdruck kommen in einen Einklang.

Johann Sebastian Bach war im Gegensatz zu anderen Komponisten seiner Zeit nicht das, was man heute einen Netzwerker nennen würde. Er stand in schriftlichem Kontakt zu Antonio Vivaldi, der auf eine ganz andere Art innovativ komponierte. Georg Philipp Telemann, der als etwas moderner galt als der strukturorientierte und konservative Bach standen in einem Regen Austausch über musikalische Ideen und Ansätze. Bach muss Telemann sehr geschätzt haben, denn er machte ihn zum Taufpaten seines Sohnes Philipp Emanuel.

Der junge Bach reiste 1705 nach Lübeck, um Buxtehude zu hören und von ihm zu lernen. Es heißt, dass Buxtehude einen Grundstein für Bachs Orgelwerke und den dramatischen Ausdruck seiner Musik legte.

In seiner ersten Anstellung als Organist in Arnstadt (1703 – 1707) war Bach dafür bekannt, dass er gerne improvisierte und seine eigene Vorstellung von Musik oft über die Erwartungen seiner Auftraggeber stellte. Mehrmals soll er die Kirchenoberen verärgert haben, weil er Choralmelodien so stark verzierte, dass die Gemeinde nicht mehr mitsingen konnte.

Bachs Entschlossenheit seine eigene Musik durchzusetzen, zeigte er auch in seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen von 1717-1723. Hier komponierte er einige seiner bedeutendsten Werke, darunter die “Brandenburgischen Konzerte”. Diese sandte Bach in der Hoffnung eine bessere Anstellung zu bekommen als musikalisches Geschenk an Friedrich Wilhelm I. (Markgraf von Brandenburg und preußischer König), Während diese „Bewerbung“ erfolglos blieb, gehören die “Brandenburgischen Konzerte” heute zu den bedeutendsten Orchesterwerken der Barockzeit.

Bach und Georg Friedrich Händel, beide im gleichen Jahr geboren und durchaus interessiert am Schaffen des jeweils anderen Komponisten begegneten sich nicht. Händels italienisch geprägter Stil stand im Kontrast zu Bachs streng polyphoner Schreibweise. Trotz einiger Bemühungen kam der Austausch der bedeutenden Komponisten ihrer Zeit nicht ins Rollen.

Mit einem anderen Star, dem Cembalisten Louis Marchand aber es ebenfalls nicht zu näherem Kontakt. 1717 sollten in Dresden ein musikalischer Wettstreit zwischen Bach und dem berühmten französischen Cembalisten. Dieser sagte kurzfristig ab, was das Gerücht entstehel ließ, Marchand habe gekniffen. Es hieß, er habe er Bachs Spiel gehört und realisiert, dass er keine Chance habe zu gewinnen. Bachs l Ruf als herausragender Virtuose wurde damit befeuert und verbreitete sich europaweit mit dieser Legende.

Musiker aller Genre sind sich darüber einig, dass Johann Sebastian Bach zeitlose Musik geschrieben hat.