

Te Deum
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Wer dieses Werk spielt, taucht ein in den Glanz des Sonnenkönigs und bringt Jubelfeier auf die Bühne. Charpentiers Te Deum ist ein Fest der Klangpracht mit triumphalen Solospiel und festlichem Schwung. Klare Struktur, moderates Tempo und eine „günstige Lage der Fingersätze“ auf den Instrumenten machen es zu einem dankbaren Paradestück, welches dem musizierenden keine Virtuosität abverlangt.
Soloinstrument
- Oboe
Produktdetails
Marc-Antoine Charpentiers Te Deum zählt zu den bekanntesten Werken der französischen Barockmusik und ist besonders für seinen festlich-triumphalen Präludiumssatz berühmt, der als Inbegriff barocker Festmusik gilt. Charpentier komponierte dieses Te Deum um 1688 während seiner Tätigkeit als Kapellmeister der Jesuitenkirche Saint-Louis in Paris. Das Besondere an diesem Werk liegt in seiner klaren Struktur, der farbenreichen Instrumentation und der Verbindung französischer und italienischer Stilelemente. Charpentier verwendet Trompeten, Pauken, Streicher und Vokalstimmen, um eine musikalische Architektur zu schaffen, die mit prachtvoller Polyphonie und konzertanter Anlage das Gotteslob in barocker Erhabenheit ausdrückt. Der Eingangssatz, das berühmte Prélude, ist eine triumphale Trompetenfanfare, die sich mit ihrem energischen D-Dur-Klang zum internationalen musikalischen Erkennungszeichen für „Feierlichkeit“ entwickelte.
Das Te Deum steht exemplarisch für den französischen Hochbarock unter dem Einfluss des absolutistischen Hofes. Im Gegensatz zu Lully, der als „offizieller“ Hofkomponist galt, bewahrte sich Charpentier einen eigenständigen Stil, der durch seine italienische Ausbildung bei Carissimi geprägt war. Das spiegelt sich in der Melodieführung und kontrapunktischen Dichte des Werks wider. Dass gerade dieses Werk bis heute populär ist, liegt auch an seinem Eröffnungssatz, der 1954 zur Eurovisionshymne erklärt wurde. Seither erklingt der Anfang des Präludiums regelmäßig vor allen Sendungen der Eurovision, unter anderem bei der Übertragung des Eurovision Song Contest, aber auch in sportlichen und kulturellen Kontexten im europäischen Fernsehen.
Darüber hinaus wurde Charpentiers Te Deum in zahlreichen Filmen und Serien verwendet, meist in Szenen, die barocke Pracht oder religiöse Feierlichkeit vermitteln sollen. Besonders markant ist die Verwendung im Film Marie Antoinette (2006) von Sofia Coppola, wo das Werk den Glanz des französischen Hofes musikalisch unterstreicht. Auch in The Favourite (2018) von Yorgos Lanthimos findet das Stück Verwendung, um höfische Rituale mit ironischer Distanz zu beleuchten. In der Serie The Crown wurde es in einem Rückblick auf die Krönung verwendet, ebenso in Barry Lyndon (1975) von Stanley Kubrick. Im Bereich der Werbung tauchte das Präludium vielfach in Werbespots auf um Luxus zu repräsentieren. Sogar im Computerspielbereich fand das Stück als Soundtrack Eingang, unter anderem in historischen Strategiespielen wie Europa Universalis oder Total War.
Charpentiers Te Deum bleibt ein Meisterwerk, das barocke Feierlichkeit mit musikalischer Raffinesse verbindet – ein Werk, das nicht nur im liturgischen Kontext, sondern auch in Film, Fernsehen und Popkultur bis heute weiterlebt.
Details
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
YouTube Link | Nein |
Gattung | Barock |
Sammlung | nein |
notierte Tonart | D |
Modus | D |
Tonart | D |
Schwierigkeitsgrad vereinfachte Variante | - |
Vereinfachte Variante verfügbar | nein |
Übungs-BPM ab | 96 |
Übungsgeschwindigkeiten verfügbar | ja |
mit Notenblatt | ja |
Schwierigkeitsgrad | 2 - leicht |
Tempo | |
Soloinstrument | Oboe |
Jahr | 1688 |
Dauer (min) | 02:11 |
BPM | 112 |
Werk | H.146 |
Version | Originallänge |
Komponist | Marc-Antoine Charpentier |
